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Künftig ausgeweiteter Ultraschall in der Schwangerschaft vorgesehen

In den nächsten Monaten soll etwa um die 20. Schwangerschaftswoche herum ein ausführlicherer Ultraschall durchgeführt werden als bisher. Dieser wird sogar von den gesetzlichen Krankenkassen komplett übernommen. Den Ultraschall um die 20. Woche gab es seither auch schon, es ist die 2. Ultraschalluntersuchung in der Schwangerschaft und war auch bislang schon eine größere Untersuchung als die erste.

Ab sofort sollen nun bei diesem Organ-Ultraschall besonderes Augenmerk gelegt werden auf Unregelmäßigkeiten der Haut am Rücken des Babys, auf den Herzrhythmus, die Position des Herzens und auf die Kopfform. Weiterhin wird geachtet auf die Darstellbarkeit des Kleinhirns, des Vier-Kammer-Blicks, des Magens und der Harnblase. Hierbei soll ein Schwerpunkt der Untersuchung liegen auf eventuelle Befunde, für die es eine Möglichkeit geben könnte, sie noch direkt im Mutterleib zu behandeln. Dafür ist aber eben eine frühzeitige Diagnose ausschlaggebend.

Bei dieser genaueren Untersuchung könnte nun der Arzt beispielsweise schwerwiegende Herzfehler erkennen, die man direkt versorgen kann. Sollte bei der Wirbelsäule ein Verschluss fehlen und somit eine Nervenstörung in den Beinen des Ungeborenen vorliegen, könnte dies noch im Mutterleib operiert werden. Selbiges gilt für Lücken in der vorderen Bauchwand oder im Zwerchfell. Auch zystische Lungenerkrankungen und zystische Veränderungen der Niere könnten somit rechtzeitig erkannt und eventuell behandelt werden. Übrigens ist die werdende Mutter keinesfalls verpflichtet, diese Ultraschalluntersuchung auch durchführen zu lassen.

Bei einem ausführlichen Beratungsgespräch sollte der Arzt genau erklären, welche Folgen eventuelle Untersuchungsergebnisse nach sich ziehen könnten. Wichtig bei der Untersuchung, so stellen es zumindest die Gynäkologen dar, ist, dass sich die werdende Mutter ausreichend Zeit und vor allem Ruhe nimmt.

Denn ohne diese ist es den Ärzten nicht möglich, vernünftig und konzentriert die Messungen und Untersuchungen vorzunehmen. Also ist eher davon abzusehen, eine ganze Menge an Freunden oder Verwandten zu dieser Untersuchung mitzubringen.